Das NŒRD Sommerfest wagt das Experiment und ist der erste «Zero Waste Event» in Zürich.

 

Schmutzige

Geheimnisse

An Schweizer Festivals wird mehr als 2kg Abfall pro Tag pro Person produziert.

0.8 kg

Alu und Dosen

(mitgebrachte Bierdosen)

1 kg Glas

(mitgebrachte Getränkeflaschen)

1 kg PET

(mitgebrachte Getränkeflaschen)

3.6 kg Papier

(Handpapier, Zeitungen)

3.6 kg Karton

(Verpackungen Food)

17.4 kg Foodwaste

(u.a. 40 ganze Artischocken)

18.4 kg Restmüll

Das NŒRD Sommerfest 2018 zeigt Möglichkeiten, Probleme und neue Wege für einen nachhaltigen Alltag in einer Welt von morgen.

 

 

Mehr als 2kg Müll pro Person und Tag haben SchweizerInnen diesen Sommer durchschnittlich auf den Festivals liegen lassen. Dass das auch anders geht, und dass ein schönes Fest auch mit viel weniger Müll möglich ist, wollten wir mit dem Experiment Zero Waste Festival am Noerd Sommerfest 2018 zeigen. Zusammen mit dem Foifi ZeroWaste Ladencafé, dem NŒRD Gewerbehaus der Kreativen und den Ausstellern und Besuchern vom NŒRD Sommerfest 2018 herausfinden, was möglich ist bei der Reduktion von Müll auf Veranstaltungen. Eine erste Bilanz zeigt Hürden und Herausforderungen, aber auch sehr erfreuliche Resultate.

 

    

 

Grosse Aufregung vor dem Haus um Mitternacht : der Müll wird gewogen.

Das Sommerfest ist seit 12 Stunden in Gang, rund 4'000 Gäste haben gegessen und getrunken und das kunterbunte Programm rund ums NŒRD-Haus genossen. Aussenbereich und die Hallen sind bereits geschlossen und gereinigt. Ein harter Kern von rund 400 Menschen tanzt noch zu coolem DJ-Sound in der Spedition.Ein guter Moment für eine erste Bilanz im Experiment Zero Waste Festival.

 

Die kompostierbaren Abfälle (Kaffee- und Teesatz, Tomaten) dürfen wir WormUp mitgeben. Die Säcke von den extra fürs Fest entwickelten Mülltrennungsstationen sind bis auf einen korrekt befüllt worden. Leider ist am Fest aber auch der eine oder andere No-Go vorgefallen (Plastiklöffeli an den Food-Ständen). Auch Ballone haben Diskussionen ausgelöst. Wir sind auf alles gefasst. Und ziemlich überrascht und fassungslos über die leeren Säcke, die um Mitternacht auf dem Boden ausgebreitet lagen. "Das ist ja mehr Sack als Müll", lacht Dave von Pinkbag. Das Ziel ist erreicht. Eindeutig. Der Jubel riesig. Der eingesammelte Müll der ganzen Veranstaltung von 12-24 Uhr mit Food, Deko-Verkauf, Designmarkt, Flohmi, Konzerten, Workshops in der Green Stage, usw. sieht wie folgt aus:

 

 

Der Abschluss am nächsten Tag ist weniger euphorisch: weitere 16 kg Müll vom Fest auf der Waage (Gemisch von Handpapier, WC-Säcke, Zigis, Servietten, Food, Deko, u.a.).

 

    

 

Besonders ärgerlich ist der Fund auf dem letzten Kontrollrundgang: ein riesiger schwarzer Müllsack von einem Stand. Mit 12 kg macht er allein 25% vom Müll der ganzen Veranstaltung aus. Und holt uns auf den Boden der Tatsachen zurück, dass es offenbar bei der Sensibilisierung für den Umgang mit Ressourcen doch noch einiges zu tun gibt.

 

    

 

Die gesammelten Pinkbags vom Sommerfest passen hinter 6 leeren Biotonnen locker in den Transporter von Pinkbag rein. "Beim letzten Fest mussten wir die erste Fahrt nur für den Müll vom Aussenbereich machen", erzählt uns Dave zum Abschied, der mit dem Service von Pinkbag für die sortierte Entsorgung des Mülls zuständig ist.

 

Das Ergebnis von unserem ZeroWaste Experiment:

 

48 kg Restmüll.

Das sind 12g Müll
pro Besucher.

Das zeigt deutlich, dass

Veränderung möglich ist.

 

Dass es viel zu tun, aber auch spannende Ansätze gibt. Dass es viele Menschen gibt, die sich bereits dafür einsetzen. Und andere, die sich dafür begeistern lassen.

 

Wir bedanken uns bei allen, die am Fest waren und damit unser soziales Experiment unterstützt haben. Danke an Montagsmarkt, Foifi, Pinkbag und an die Mitarbeiter von Aroma, Freitag, Met-All, Yourposition, Customfuture und der NŒRD Kantine.

Wir werden die Zahlen und Beobachtungen in den nächsten Tagen auswerten und weitere Ergebnisse veröffentlichen. Wir hoffen, dass euch unser Experiment auch inspiriert hat über nachhaltige Alternativen in eurem Alltag nachzudenken. ❤ ❤ ❤

 

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